Heute vor gut 1 1/2 Jahren ist mein Onkel verstorben.
Anlässlich der Tatsache, dass er heute Geburtstag gehabt hätte (Was war das jetzt? Plusquamnichtganzperfekt?), habe ich mir die Postings zu dem Thema nochmal durchgelesen und überraschend noch einen Kommentar dazu bekommen.
Wenn ich daran zurück denke, kommen mir die Fotos eines im Hafenbecken versunkenen LKW in den Sinn, eine bedrückende, surreale Szenerie. Genau so wie die doch ziemlich emotionale Trauerfeier, der ich beiwohnen durfte. Das stimmt ja schon ziemlich trau….
Halt mal. Was soll das? Mal ganz im Ernst, ich habe ihn wirklich kaum gekannt, und das Einzige, was ich von ihm habe, sind ein paar verschwommene Erinnerungen von grauer Vorzeit, wo ich gerade gelernt habe, wie das mit diesem Gedächtnisdingsi funktioniert. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist viel mehr, dass ich auch aus diesen wenigen Erinnerungen und Geschichten seitens der Familie der festen Überzeugung bin, dass es nie und nimmer sein Wunsch gewesen sein kann, dass auch nur irgendjemand seinen Tod betrauert…
Viel eher wäre es doch richtig, sein Leben zu feiern. Ich meine, soooo kurz war es mit fast 40 Jahren nun auch nicht, außerdem kann niemand behaupten, dass er irgendwas in dieser Zeit ausgelassen hätte. Er war ein Lebemann. Sein Leben war quasi eine große Party.
Deswegen, liebe Freunde, Verwandte und Verflossene von Söhnke Knudsen: Organisiert euch. Macht eine Party. Feiert, als ob es kein Morgen gäbe.* Amüsiert euch. Das wäre sein Wunsch, und das ist die beste Ehrerbietung, die ihr ihm geben könnt.
Das ist ein Befehl.
Signed ~ Jo
*Ich werde es wohl dieses Wochenende nicht schaffen. Die Anreise wäre doch etwas weit…
1 Kommentar
Brigitte Becker( Gitta) sagt:
9. Juni 2010 von 11:38 (UTC 1 )
Du hast schon recht,er hätte es nicht gewollt,das man um ihn trauert.
Aber hat er gehen wollen?Nein das hat er nicht,er hatte grad einen neuen Lebensabschnitt begonnen,sich von vielem abgesagt.
Jeder trauert auf seine Weise und an gewissen Tagen etwas mehr!