«

»

Feb
07

Wochenende? Frag mich lieber nicht…

Maan, es ist unfassbar wie sehr man sich das Wochenende versauen kann…

Angefangen hat es Donnerstag Abend. Ich wollte nur schnell einem Kumpel ein paar CD’s vorbeibringen, was leider nicht geklappt hat, weil er es nicht mehr rechtzeitig geschafft hat. Mir dies telefonisch mitzuteilen, während ich unterwegs war, fand ich ja noch ok. Blöd allerdings, dass ich während des Telefonats (Jaa, mit Freibrecheinrichtung) die Autobahnausfahrt verpasst hatte und mich so auf der A10 wiederfand. Bei Regen. Um 0 Grad.

Interessanterweise war die Straße aber nicht rutschig, also konnte ich in Ruhe weiter- bzw. zurückfahren.

Bis ich pinkeln musste.

So kam es, dass ich zum Zwecke des Entsorgens durchgelaufenen Kaffees einen Autobahnparkplatz ansteuerte. Wie ich so im Landeanflug bin, denke ich mir: “Fährste ma lieber n bisschen langsamer, wer weiß, wie gut da geräumt ist”. Nun gut, die Straße war auch dort nur nass, also etwas vorsichtiger in die Kurve, passt schon.

Denkste.

So gab ich dem Auto durch sanfte Drehung des Lenkrades den Befehl, es möge doch bitte weiter der Fahrbahn folgen. Leider widersprach das Auto in Form sturen Geradeausfahrens. Gut, dachte ich mir, lenkste eben etwas deutlicher. Neein, wir fahren rutschen einfach weiter geradeaus. Ein beherzter Tritt auf die Bremse erwies sich als eben so nutzlos wie fatal: Statt wie vorgesehen zu verzögern, grummelte mir das ABS nur irgendetwas Unverständliches entgegen, jedoch mit der eindeutigen Botschaft, absolut nicht die Absicht zu haben, die Tachonadel etwas weiter in Richtung Null zu komplimentieren.

Naja, so dachte ich mir, zum Glück hat der Winterdienst rechts an der Fahrbahn so eine hübsche Leitplanke aus Schnee und Eis aufgetürmt, die schubst mich dann doch sicherlich… nee, auch nicht.

Zum Stehen kam ich schlussendlich dann doch noch. Allerdings erst, nachdem das Auto mühelos den Schneewall überwunden, Neuschnee auf 15 Metern umgegraben, einen Leitpfosten touchiert und nochmal 10 Meter Maschendrahtzaun flachgelegt hatte. Dass ich natürlich weder vor, noch zurück kam, brauche ich an dieser Stelle wohl genau so wenig zu erwähnen wie die Tatsache, dass aufgrund der statt Asphalt als Straßenbelag verwendeten kleinen Pflastersteine die Straße als eintrittspflichtige Eisbahn mit Schlittschuhpflicht durchging. Und dass das Salzstreufahrzeug ungefähr eine Stunde nach mir diese Kurve passierte…

Bilanz dieses Ausritts in die Botanik: Stoßstange im Eimer. Rechter Kotflügel verbeulter als Orangenhaut. Radhausverkleidung zerfetzt. Nebelscheinwerfer rechts rausgebrochen. Beifahrertür ordentlich gekratzt und angedellt. Beule im rechten Kotflügel hinten. Jo: wohlauf und unverletzt, aber drastisch geknickt.

Zu allem Überfluss habe ich das Parkhausticket am Freitag auch unmittelbar nach dem Zahlen eines Parkticketverlustes (Dreifacher Tageshöchstsatz) wiedergefunden. Aber direkt danach. Kacke!

Natürlich war es auf den Freitagmittag dann nicht mehr möglich, eine brauchbare Werkstatt, die der Versicherung genehm war, zu ermitteln. Sprich: Nix Ersatzwagen, und erst recht nix Tropical Islands am Wochenende.

Wenigstens hatte ich so mal ne Ausrede und einen Grund, in die Bar zu gehen und mich volllaufen zu lassen…

P.S.: Die Rückfahrt von der Bar mit Sash war allerdings wirklich nett. Und Rosa Mäuse bunte Nagetiere sind wirklich ein kritisches Thema… :w00t:

6 Kommentare

  1. Jörn sagt:

    Das ist in der Tat das zweitbeschissendste Wochenende von dem ich seit langem gelesen habe.

  2. Sash sagt:

    Auf den Eintrag hatte ich gewartet :)

    Immerhin kann ich als zuständiger Taxifahrer behaupten, dass Jo alles andere als voll war und er es tunlichst unterlassen sollte, über farbige Nager zu schreiben.

    Aber sonst war das natürlich ein beschissenes Wochenende, das glaube ich gerne!

  3. Jo sagt:

    @Jörn: Dann will ich von dem beschissensten wohl gar nicht hören…

  4. Jo sagt:

    @Sash: Aber auch nur, weil ich den Scotch dann doch hab stehen lassen. Sonst wäre aus den bunten Nagern ganz schnell weiße Mäuse geworden. Teufelszeug…

  5. Marcus sagt:

    Mich würd mal Intressieren wie lange du so auf hilfe warten musstest ( sprich Polizei, Abschleppdienst )?…..also das letzte mal als ich den Adac gebraucht hab, musste ich runde 4std. warten ( obwohl man am Telefon versprochen hat innerhalb einer Std. da zu sein…..naja gut, da war ich in Lüttich Belgien…..aber es war kein Winter ;) ).

  6. Jo sagt:

    Da hatte ich relatives Glück. Die Polizei war (nach Rückfrage, wo genau ich denn nun sei… “Ach, direkt AUF dem Parkplatz!”) nach ner 3/4-Stunde da, und der Abschleppdienst, den mir die Versicherung geschickt hat, hat auch ne Stunde angegeben und war mit ner Viertelstunde Verspätung dann auch da. Von daher also alles halbwegs verschmerzbar – besonders, weil der Motor und so auch die Heizung noch funktionierte ;)

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>